Themenschwerpunkt 2024: "Hoffnungslos? Über Krise und Utopie"

Die letzten Jahre waren bis heute durch eine Aufeinanderfolge schwerer globaler Krisen geprägt, die sich teilweise überlappen und wechselseitig verstärken. Internationale Konflikte und ein Krieg in Europa sind dabei nur ein Aspekt. Denn die rapide voranschreitende weltweite Klimaerwärmung, deren Auswirkungen schon jetzt drastische Züge angenommen haben, besteht weiterhin fort und verschlimmert sich zusehends. Sollte „Zukunft“ demnach keinen vertrauenserweckenden Fluchtpunkt öffentlicher Diskurse mehr darstellen, sondern als Konzept unglaubwürdig geworden sein, erschiene das nur naheliegend. Wie sollte es auch anders sein? Als fatal ließe sich die Lage ja durchaus begründet beschreiben und gefühlt jeden Tag kommen neue Krisenmeldungen dazu. Geradezu apokalyptisch erscheint sie immer mehr meist jüngeren Menschen. Mag es sich dabei auch nicht um eine beweiskräftige Wahrnehmung handeln, wäre sie dennoch allemal verständlich. Somit stehen düstere Annahmen im Zentrum unserer Gegenwartswahrnehmungen, die lebensweltlich evident erscheinen und sich zudem auch durch empirisch belastbare Daten nicht mehr grundlegend entkräften lassen.
Die immerhin nachvollziehbare Wahrnehmung, wir steuerten auf eine Apokalypse zu, möchten wir am Ernst-Bloch-Zentrum einerseits ernst nehmen – auch, indem wir sie historisch begreifen. Zum anderen soll auch der bemerkenswerte Umstand thematisiert werden, dass sich das utopische Denken verbraucht zu haben scheint. Woran liegt das? Wo zeigen sich Ansätze, auch wenn sie noch so unscheinbar sind? Wie wären diese zu bewerten? Und nicht zu vergessen: Welche Zukunftsängste sind objektiv begründet? Auf welche trifft das aber nicht so uneingeschränkt zu, wie häufig angenommen wird? Diesen Fragen wollen wir uns in mehreren fachübergreifenden Gesprächsrunden widmen. 

Eröffnungsvortrag: Dr. Hanna Gekle
„Hoffnung? Good breakfast, bad dinner.“ Ein Affekt zwischen Verzweiflung und Verheißung 
Donnerstag | 14.März | 18 Uhr

 

Talk bei Bloch.Live.


Kältestrom: Ursachen der Hoffnungslosigkeit
Donnerstag | 18. April | 18 Uhr  


Dystopie: Weiterleben
Donnerstag | 06. Juni | 18 Uhr  
  

    
Utopie: Auswege
Donnerstag | 04. Juli | 18 Uhr 


Zwischen Zukunftsangst und Hoffnung: 
Junge Blochianer diskutieren

Wie blicken Jugendliche in die Zukunft? Oberstufenschüler aus verschiedenen Schulen diskutieren, ob Ernst Blochs Philosophie der Hoffnung Hilfe im Umgang mit aktuellen Zukunftsängsten bieten kann. Mit im Gespräch sind auch Lehrer, die ihre Schüler im Rahmen eines Unterrichtsprojekts mit Ernst Bloch und seiner Philosophie bekanntmachten.
Donnerstag | 16. Mai | 18 Uhr                      

Eintritt für alle Veranstaltungen: 5 Euro/ erm. 2,50 Euro          

                        
Festival der Hoffnung auf dem Ernst-Bloch-Platz
Gerade der Ernst-Bloch-Platz ist einer der Orte, der sinnbildlich erscheint für eine durch Krisen und Hoffnungslosigkeit gebeutelte Stadt. An einer verkehrsreichen Position gelegen, vernachlässigt und unwirtlich. Und doch trägt er den Namen Ernst Blochs – dem Philosophen der Hoffnung und der konkreten Utopie, dem Philosophen der Stunde. An diesem Tag soll gerade dieser unwirtliche Ort, ein Ort der Begegnung und des Austauschs werden.
Samstag | 08. Juni | ab 13 Uhr


Nähere Informationen zur Veranstaltungen folgen demnächst. Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit der VHS Ludwigshafen und der Integrierten Gesamtschule Ernst-Bloch.


Workshops
Zum Themenschwerpunkt werden Workshops für Oberstufenschüler und Interessierte angeboten. Termine nach Absprache. Bei Interesse wenden Sie sich gerne per E-Mail oder telefonisch an uns.
Kontakt: Natalie Kunter, anmeldung@bloch.de, Telefon +49 (0) 621 504 3041


Für alle Veranstaltungen wird die Anmeldung unter anmeldung@bloch.de oder Tel. 0621-504-2202 empfohlen.