Bloch im Arbeitszimmer

Ernst Simon Bloch, Philosoph
Geboren am 8. Juli 1885, Ludwigshafen am Rhein
Gestorben am 4. August 1977, Tübingen
Vater Markus Bloch (1853 bis 1925), Bahnbeamter
Mutter Barbara, geb. Feitel (1861 bis 1935)

Erste Heirat 1913 mit Else, geb. von Stritzky
zweite Heirat 1922 mit Henriette Linda, geb. Oppenheimer
dritte Heirat 1934 mit Karola, geb. Piotrkowska
Zwei Kinder: Mirjam Josephsohn, geb. Abele, und Jan Robert Bloch

1905
München, Studium: Philosophie, Germanistik

1906
Würzburg, Studium: Philosophie, Musik, Physik

1908
Würzburg, Promotion;
Berlin, Kolloquium bei Georg Simmel, trifft Georg Lukács und Margarete Susmann

1911
Bonn, Garmisch, Heidelberg, Max-Weber-Kreis mit Georg Lukács, Bekanntschaft mit Else von Stritzky

1913
Heidelberg, Heirat mit Frau von Stritzky

1914
Grünwald/Isar und Garmisch, Erste Skizzen zum Buch Geist der Utopie

1917
Bern, pazifistische und politische Artikel;
Forschungsauftrag Archiv für Sozialwissenschaft, Heidelberg

1918
München, Geist der Utopie erscheint bei Duncker & Humblot

1919
Rückkehr aus der Schweiz, Berlin, München

1920
München, Arbeit am Buch Thomas Münzer

1921
München, Tod der Ehefrau Else
Thomas Münzer erscheint bei Kurt Wolff

1922
Berlin, Heirat mit Linda Oppenheimer

1923
Berlin, Neuausgabe von Geist der Utopie, Generalvertrag mit dem Verlag Paul Cassirer

1924
Reisen nach Italien, Frankreich, Nordafrika 1926;
Berlin, Begegnungen und Gespräche mit Adorno, Benjamin, Kracauer, Mitarbeit bei Zeitschriften

1928
Berlin, Geburt von Tochter Mirjam Abele, Beziehung mit Karola Piotrkowska, Scheidung von Linda Oppenheimer;
Mitarbeit an der Frankfurter Zeitung, Freundschaft mit Brecht, Weill, Klemperer

1929
Wien, Aufenthalt mit Karola Piotrkowska

1930
Berlin, Arbeiten an Erbschaft dieser Zeit
Spuren erscheint

1933
Basel, Zürich, Flucht nach der Machtergreifung Hitlers;
Erbschaft dieser Zeit erscheint bei Emil Oprecht, Zürich

1934
Wien, Heirat mit Karola Piotrkowska

1935
Paris, Teilnahme am Kongress "Pour la Défense de la Culture"

1937
Prag, Geburt des Sohnes Jan Robert, schreibt für Prager Weltbühne, arbeitet am Manuskript Begriff und Gehalt des Begriffs Materie

1938
New York, Arbeiten an: Das Prinzip Hoffnung, Naturrecht und menschliche Würde, Religionsphilosophie, Materialismusproblem, Subjekt-Objekt – Erläuterungen zu Hegel

1940
Marlborough, New Hampshire

1942
Cambridge, Massachusetts

1946
Freiheit und Ordnung, ein Kapitel aus Das Prinzip Hoffnung, erscheint

1949
Übersiedlung nach Leipzig, Antrittsvorlesung: Universität, Marxismus, Philosophie;
Subjekt-Objekt – Erläuterungen zu Hegel erscheint in spanischer Übersetzung in Mexiko

1951
Subjekt-Objekt erscheint im Aufbauverlag

1954
Das Prinzip Hoffnung, Bd. 1, erscheint im Aufbauverlag

1955
Das Prinzip Hoffnung, Bd. 2, erscheint im Aufbauverlag, außerdem erscheint Christian Thomasius, Avicenna und die aristotelische Linke bei Rütten und Loening;
Nationalpreis der DDR, Vaterländischer Verdienstorden, Mitglied der Akademie der Wissenschaften; gleichzeitig zunehmende Kritik an seinen Arbeiten und seiner Philosophie durch die SED

1956
Freiheitskonferenz in Berlin, Reise nach Köln zur Tagung der Philosophischen Gesellschaft;
Blochs Kritik an der SED, Anti-Bloch-Kampagne der SED gegen Ende des Jahres

1957
Bloch emeritiert und von der SED zunehmend isoliert: Lehr- und Publikationsverbot

1958
Vertrag bei Suhrkamp über Spuren, Teilnahme an der Hegelkonferenz

1959
Spuren und Das Prinzip Hoffnung erscheinen bei Suhrkamp;
Das Prinzip Hoffnung, Bd. 3 erscheint im Aufbau Verlag

1961
Mauerbau, Gastprofessur in Tübingen, Antrittsvorlesung Kann Hoffnung enttäuscht werden
Naturrecht und menschliche Würde erscheint bei Suhrkamp

1964
Kulturpreis des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)

1965
Bloch engagiert sich gegen die Notstandsgesetze;
Literarische Aufsätze erscheint bei Suhrkamp

1967
Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

1969
Ehrendoktor der Universität Zagreb;
Philosophische Aufsätze erscheint bei Suhrkamp

1970
Verleihung der Ehrenbürgerwürde durch die Heimatstadt Ludwigshafen,
Politische Messungen erscheint bei Suhrkamp

1972
Das Materialismusproblem – seine Geschichte und Substanz erscheint bei Suhrkamp

1975
Ehrendoktorwürde der Sorbonne und der Universität Tübingen
Sigmund Freud Preis;
Experimentum Mundi erscheint bei Suhrkamp

1977
Zwischenwelten in der Philosophiegeschichte erscheint bei Suhrkamp

1978
Tendenz – Latenz – Utopie erscheint posthum bei Suhrkamp und komplettiert die Gesamtausgabe