Lesung mit Leonor Quinteros Ochoa

Im Rahmen der Tagung "Naturallianz und Mitproduktivität der Natur" wird die chilenische Autorin Leonor Quinteros Ochoa aus ihrem 2020 erschienenen Roman Exilkind lesen.

Exilkind ist eine Sammlung von Briefen, Erinnerungen und Tagebuchaufzeichnungen aus der Zeit nach der Verhaftung meines Vaters und während unseres Exils zuerst in Belgien und dann in Tübingen.
Die moralische Verantwortung gegenüber heutigen Flüchtlingskindern gab mir die Antwort auf die Frage, ob ich meine Tagebücher verbrennen, wegwerfen oder aufbewahren und sogar veröffentlichen sollte. Dem chilenischen Mädchen im Exil eine Stimme zu geben, kann anderen helfen, sich aus ihrer Unsichtbarkeit und damit aus ihrer Ohnmacht zu befreien.
Exil bedeutet immer eine gebrochene Familien­geschichte und anhand meiner Biografie wird klar, warum das Exil auch eine Menschenrechtsverletzung ist.

Leonor Quinteros Ochoa (Verlag Schiler & Mücke)

Leonor Quinteros Ochoa wurde in Santiago de Chile geboren und kam Mitte der Sieb­ziger­jahre als Kind exilierter Eltern nach Deutschland. In ihrem Heimatland studierte sie Soziologie, aktuell promoviert sie an der Universität Münster. 2013 gründete sie im chilenischen Iquique die gemein­schaft­liche, freie Schule Ayni Escuela libre und 2016 die NGO Hijas e hijos del exilio, die sich der Kontaktpflege und dem Austausch zwischen chilenischen Exil­kindern widmet.

 

Freitag | 13. Mai | 19.30 | Eintritt frei

Um Anmeldung wird gebeten per E-Mail an anmeldung@bloch.de oder telefonisch unter 0621 504-2202.