Deutsch-Französische philosophische Podiumsdiskussion: „Freiheit in Zeiten von Corona“

Moderiertes Podiumsgespräch mit anschließender Diskussion

Die Situation, mit der wir seit dem Frühjahr 2020 konfrontiert sind, ist einzigartig. Die Schutzmaßnahmen gegen das Corona-Virus haben unseren Alltag nachhaltig verändert. Die mittel- und langfristigen Folgen für alle Bereiche unserer Gesellschaft, für die Wirtschaft und für jede*n Einzelne*n sind nicht absehbar. Welche Einschränkungen sind wir bereit hinzunehmen, um Leben zu retten? Spaltet das Virus die Gesellschaft? Darf man ihr die höchsten Werte unserer Zivilisation wie die Freiheit, den Mut, die Liebe und die (Nächsten-)Liebe opfern? Hat sich unser Bezug zum Tod durch die Pandemie verändert? Welche Rolle kann die Philosophie in dieser Zeit spielen und welche Antworten kann sie geben? Über diese Fragen wollen wir mit namhaften Denker*innen unserer Zeit ins Gespräch kommen.


Über die Referent*innen:

Prof. Dr. Lore Hühn: studierte Philosophie, Germanistik und Politologie in Marburg und an der Freien Universität Berlin. Sie lehrte an der Humboldt-Universität zu Berlin und ist seit 2003 Professorin für Philosophie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Die Philosophin ist Gründungsmitglied des Direktoriums des interdisziplinären Ethik-Zentrums Freiburg und Präsidentin der Internationalen Schelling-Gesellschaft. Außerdem fungiert sie als Mitglied des Beirates der „Allgemeinen Zeitschrift für Philosophie“ und ist zudem Vorstandsmitglied der Schopenhauer-Gesellschaft. Ihre Forschungsgebiete reichen von Ethik über Anthropologie bis hin zur Philosophie der Neuzeit mit dem Schwerpunkt in der praktischen Philosophie des 19. und 20. Jahrhunderts. Ein besonderer Fokus ihrer philosophischen Betrachtungen liegt seit Jahren auf dem Motiv der Freiheit – gerade in Zeiten einer Pandemie.

Prof. Dr. Michel Terestchenko: geboren 1956, lehrt Philosophie an der Universität  Reims und am Institut für Politik (IEP) in Aix-en-Provence und veröffentlichte zahlreiche Werke zur Politischen und zur Moralphilosophie. Nach seinem Abschluss am Institut d’études politiques de Paris 2 erlangte Michel Terestchenko 1981 den zweiten Platz in der agrégation de philosophie (1. Platz in der schriftlichen Prüfung). Er hat an der Universität Paris-IV Sorbonne promoviert. Seine Forschungen fokussieren sich auf die Herausforderung eines utilitaristischen Paradigmas und Themen wie die Demokratie.


Moderation:

Dietrich Brants: geboren in Tübingen, Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule (DJS) in München. Seit 2011 Redaktionsleiter beim SWR2 Aktuelle Kultur, seit 1992 Mitglied der Kulturredaktion des SWR, u.a. als Redakteur und Moderator von SWR2 Forum und als Feature-Autor. Studium der Philosophie, Soziologie, Rhetorik und Kommunikationswissenschaften in Tübingen, München und Paris. Aufsehen erregte Brants aktuell mit seinem Hörspiel-Podcast „Corona bedingt – psychosoziale Symptome einer Krise“ in 33 Folgen, in denen er die Viruskrise als Geschichte der Gefühle im Quarantäneformat reflektiert.

Die Veranstaltung wird vom Institut Français Mannheim in Kooperation mit dem Ernst-Bloch-Zentrum der Stadt Ludwigshafen am Rhein, dem Verband Region Rhein-Neckar, dem Goethe-Institut Mannheim, dem „Centre Interdisciplinaire de Recherche sur les Langues Et la Pensée“ und der Universität Reims organisiert. Die Veranstaltung wird von ARTE und dem Nationaltheater Mannheim unterstützt.

Realisiert durch die Förderung des Deutsch-Französischen Bürgerfonds.


Sonntag, 5. Dezember 2021 | 11:00 Uhr im Nationaltheater Mannheim

  • Ort: Hybride Veranstaltung – Kombination aus Präsenzveranstaltung (Podiumsteilnehmer) im Nationaltheater Mannheim und Online-Teilnahme (Zuschauer).
  • Veranstaltung: generationsübergreifende öffentliche Veranstaltung mit deutschen & französischen Bürger*innen, virtuell übertragen in zwei Sprachen
  • Sprache: deutsch/ französisch (Simultanübersetzung)
  • Eintritt: Ticketpreise bei Teilnahme vor Ort ab € 18,- / erm. € 10,-
  • Teilnahme: vor Ort – Tickets direkt über das Nationaltheater

Anmeldung unter: kultur@if-mannheim.eu