Autoren bei Bloch: Olga Grjasnowa


Das Ernst-Bloch-Zentrum, Walzmühlstraße 63, empfängt am Donnerstag, 8. Februar 2018, um 19 Uhr in dem Format "Autoren bei Bloch" Olga Grjasnowa. Olga Grjasnowa, ehemalige Stipendiatin der Rosa-Luxemburg Stiftung, Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland, kam als Tochter von aserbaidschanischen Kontingentflüchtlingen Ende der 1990er Jahre nach Deutschland. 2012 hatte sie mit "Der Russe ist einer, der Birken liebt" ihr Romandebüt, das für sehr viel Aufsehen sorgte und die Feuilletons füllte.

In ihrem Roman "Gott ist nicht schüchtern" erzählt Olga Grjasnowa von drei jungen Leuten, die dem Krieg in Syrien entfliehen. "Sie sind jung, sie sind erfolgreich, sie sind schön und privilegiert  und sie erleben den Sturz ins Nichts" (Frauke Meyer-Gosau, SZ). Grjasnowas Ton ist direkt, fast berichtend. Verheiratet mit einem syrischen Mann, wollte Olga Grjasnowa mehr und mehr über dieses Land und das Schicksal seiner Menschen im Bürgerkrieg wissen. Sie verfolgt die Geschichten der Hauptprotagonisten und bringt so den Leserinnen und Lesern eine Wirklichkeit nahe, die schon seit etlichen Jahren mit den Flüchtlingen auch nach Deutschland gekommen, den meisten von uns jedoch fremd geblieben ist.

Olga Grjasnowa ermöglicht den Leserinnen und Lesern einen Einblick in andere Welten, der uns immer daran erinnert, dass es vor unserer Haustür nicht nur diese eine Welt gibt, sondern viele verschiedene und dass es sich auf jeden Fall lohnen wird, diese kennenzulernen  – auch wenn deren Erforschungen noch so schmerzlich sein können.
Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 4 Euro.

An diesem Abend ist die Sonderausstellung "Engel der Geschichte" nur bis 18 Uhr geöffnet.
Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.bloch.de.

Hinweis an die Redaktionen:
Für Rückfragen steht Ihnen Laura Schleicher vom Ernst-Bloch-Zentrum unter Telefon 504-3540 oder E-Mail laura.schleicher@ludwigshafen.de  zur Verfügung. Ein Foto der Autorin steht unter www.ludwigshafen.de im Bereich Pressebilder zum Download zur Verfügung. Bitte als Bildcredit René Fietzek angeben.