Streitgespräch "Die Freiheit verteidigen"

Zu einem Streitgespräch "Die Freiheit verteidigen" lädt das Ernst-Bloch-Zentrum, Walzmühlstraße 63, am Donnerstag, 7. September 2017, ab 19 Uhr ein. Anlässlich seines in diesem Jahr erschienenen Buches "Freiheit verteidigen: Wie wir den Kampf um die offene Gesellschaft gewinnen" diskutieren Ralf Fücks, der langjährige Vorsitzende der Heinrich-Böll-Stiftung, und Prof. Dr. Ellen Bareis, Professorin für Soziologie und Dekanin des Fachbereichs Sozial- und Gesundheitswesen der Hochschule Ludwigshafen, über die Gründe für Rassismus, Nationalismus und den Kollaps der politischen Mitte.

Fücks stellt in seinem Buch die These auf, dass wir in einer Krise der liberalen Demokratie stecken. Die verbreitete Furcht vor sozialem Abstieg, vor einer aus dem Ruder laufenden Globalisierung und unkontrollierter Zuwanderung erzeugen ihm zufolge eine aggressive Grundstimmung. Das Vertrauen in die demokratischen Institutionen sinke, populistische Demagogen hätten daher Zulauf. Was liegt dieser Revolte zugrunde und wie können wir ihr begegnen? Er verfolgt die langen Linien der Opposition gegen die liberale Moderne und zeigt, dass der Rückzug in die nationale Wagenburg und die Abkehr von der offenen Gesellschaft in Teufels Küche führen. Dagegen setzt Fücks die Erneuerung der demokratischen Republik: Wir brauchen ihm zufolge starke öffentliche Institutionen, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt sichern – und Bürgerinnen und Bürger, die für die gleiche Freiheit aller eintreten.

Prof. Dr. Ellen Bareis ist Diplom-Soziologin und forscht zu den Mechanismen gesellschaftlicher Ausschließung und Partizipation. Zuletzt gab sie zusammen mit Dr. Thomas Wagner das Buch "Politik mit der Armut. Europäische Sozialpolitik und Wohlfahrtsproduktion von unten" heraus. Im Anschluss an das Gespräch gibt es eine offene Fragerunde.
Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 4 Euro.

Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.bloch.de.

Hinweis an die Redaktionen:
Für Rückfragen steht Ihnen Daniel Rübel vom Ernst-Bloch-Zentrum unter der Telefonnummer 0621 504-2269 und der E-Mail-Adresse daniel.ruebel@ludwigshafen.de zur Verfügung.