Talk bei Bloch. Live. Heimat ohne Grenzen

Prof. Dr. Alfred Grosser, Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann und Dr. Mark Terkessidis

Das Ernst-Bloch-Zentrum, Walzmühlstraße 63, lädt am kommenden Dienstag, 20. Juni 2017, um 19 Uhr zum zweiten "Talk bei Bloch Live." in diesem Jahr ein. Prof. Dr. Alfred Grosser, Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann und Dr. Mark Terkessidis diskutieren die Frage "Heimat ohne Grenzen?".

Nach der Diskussion zu "Heimat als Utopie?" im März geht "Talk bei Bloch. Live." am 20. Juni in die zweite Runde. Ist Heimat durch Grenzzäune definierbar? Sind Grenzen Horror- oder Wunschvorstellungen? Die Willkommenskultur, eigene und fremde Identitäten, der neue, alte Rassismus und die Veränderungen in der politischen Kultur in den letzten Jahren aufgrund der von vielen herbeigeschriebenen "Flüchtlingskrise" sind nur einige der Themen, über die auf dem Podium diskutiert wird.

Prof. Dr. Alfred Grosser (Paris) ist ein französisch-deutscher Intellektueller, Publizist und Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. Er setzt sich seit der Nachkriegszeit unermüdlich für die Völkerversöhnung nicht nur zwischen Deutschland und Frankreich ein und mischt kritisch in öffentlichen Diskussionen mit. Im Februar 2017 erschien von ihm "Le Mensch. Die Ethik der Identitäten", ein Plädoyer für eine "Pessimistische Zuversicht", trotz seinem Verzweifeln am Weltgeschehen.

Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann (Wien), Philosophieprofessor an der Universität Wien und wissenschaftlicher Leiter des Philosophicum Lech, veröffentlichte unter anderem "Lob der Grenze", eine Kritik der politischen Unterscheidungskraft. Als regelmäßiger Kolumnist stößt er immer wieder aktuelle Debatten an, so zur Theorie und Praxis von Unbildung oder zum richtigen Umgang mit Populismus. Zuletzt erschien von ihm und Michael Köhlmeier "Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist, Adam? Mythologisch-philosophische Verführungen".

Dr. Mark Terkessidis (Berlin, Köln) ist Journalist, Autor und Migrationsforscher. Er wurde durch seine Slogans "Herkunft ist kein Defizit" und "Inter- statt Leitkultur" bekannt, die sich gegen eine angeblich gescheiterte Integration wenden. In seinem letzten Buch "Kollaborationen" untersuchte er 2015 die Formen gesellschaftlicher Zusammenarbeit des modernen, wütenden, suchenden Individuums.

Der Abschluss der Reihe am Dienstag, 19. September 2017, um 19 Uhr stellt die Frage "Heimat als Lebensform?". Wie wohnen wir zusammen? Wo wohnen wir zusammen? Ist die eigene Stadt, die eigene Region, das Land oder sogar Europa unsere Heimat? Ist die private Heimat politisch? Prof. Dr. Ulrike Guérot (Politikwissenschaftlerin und Publizistin, Universität Krems, Berlin), Dr. Robert Menasse (Romancier und Essayist, Wien) und Anna Scheuermann (Kuratorin und Autorin, Offenbach) werden über Segregation, Integration, die Hoffnung auf neue Heimat in der Fremde und die Veränderungen in der gewohnten Heimat diskutieren.

Alle Veranstaltungen werden von Dietrich Brants (SWR) moderiert und vom Offenen Kanal Ludwigshafen (OK-TV) aufgezeichnet und veröffentlicht.
                            
Der Eintritt kostet jeweils 8 Euro, ermäßigt 4 Euro.

Anmeldungen werden unter E-Mail anmeldung@bloch.de entgegengenommen.

Talk bei Bloch. Live wird gefördert von der BASF SE und unter-stützt von den Hafenbetrieben Ludwigshafen und Rheinland-Pfalz, der Sparkasse Vorderpfalz, der GAG Ludwigshafen, den Technischen Werken Ludwigshafen, den Pfalzwerken und von der Stiftung Ernst-Bloch-Zentrum.

Hinweis an die Redaktionen:
Für Rückfragen steht Ihnen der Leiter des Ernst-Bloch-Zentrums, Dr. Klaus Kufeld, Telefon 0621 504-2041, E-Mail klaus.kufeld@ludwigshafen.de, zur Verfügung.