Das utopische Gespräch: Flucht und Europa, Hass und Gewalt.

Das utopische Gespräch: Flucht und Europa, Hass und Gewalt Mit Georg Seeßlen und Klaus Theweleit


Im Ernst-Bloch-Zentrum diskutiert am Donnerstag, 6. April 2017, ab 19 Uhr der Autor und Kritiker Georg Seeßlen mit dem Kultur-theoretiker und Schillerpreisträger der Stadt Mannheim 2016, Prof. Dr. Klaus Theweleit. Moderiert wird das "Utopische Gespräch" von Ursula Nusser (SWR). Es geht um den Zusammen-hang von Flucht und Einwanderung nach Europa und die gewalttätigen Reaktionen darauf. Selbstinszenierung, Machtlosigkeit, Europa als der rettende Hafen oder als die abweisende Festung sind Prozesse und Bilder, die zurzeit allgegenwärtig sind. Was bedeuten diese Darstellungen für das politische und gesellschaftliche Klima in Deutschland? Brauchen wir neue symbolische Ordnungen, um mit der Gewalt und denen, die sie ausüben, umzugehen? Oder ist es ganz unsymbolisches, dafür aber konkretes Handeln, das in einem so wichtigen Wahljahr gefragt ist?

Georg Seeßlen, Filmkritiker, Autor und Feuilletonist beschäftigte sich in seinem Buch "Hass und Hoffnung" von 2016 mit dem Schicksal der Geflüchteten in Europa. In seinem neuesten Buch "Trump! POPulismus als Politik" analysiert er die Symbolik und die Symbole des aktuellen US-amerikanischen Präsidenten und die Möglichkeiten linker Gegenstrategien.

Prof. Dr. Klaus Theweleit beschäftigt sich seit den 1970er Jahren mit den Zusammenhängen männlicher Gewalt in der Gesellschaft. Bekannt geworden durch seine "Männerphantasien", eine zweibändige Untersuchung über den soldatischen und faschistischen Männertyp, erstellte er in seiner neuesten Publikation "Das Lachen der Täter" ein "Psychogramm der Tötungslust" moderner Terroristen wie dem norwegischen Massenmörder Anders Breivik und den IS-Selbstmordattentätern.

Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 4 Euro. Informationen gibt es auch im Internet unter www.bloch.de.

Hinweis an die Redaktionen:
Für Rückfragen steht Ihnen Daniel Rübel vom Ernst-Bloch-Zentrum unter Telefon 0621-504-2269 oder per E-Mail an daniel.ruebel@ludwigshafen.de zur Verfügung.