Deutsch-russische Migrationsgeschichte

Im Rahmen des deutsch-russischen Kulturaustauschprojektes QUATTROLOGE laden Kultur-Rhein-Neckar und das Ernst-Bloch-Zentrum am Dienstag, 10. Januar 2016, um 19 Uhr ins Ernst-Bloch-Zentrum, Walzmühlstraße 63, zu einem Vortrag ein. Roland Paul, Direktor des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern, spricht über "Deutsch-russische Migrationsgeschichte", die Auswanderung nach Russland und die Geschichte der Russlanddeutschen.

Vor 250 Jahren lud die russische Zarin Katharina die Große deutsche Bauern und Handwerker ein, sich in ihrem Reich anzusiedeln. Tausende, unter ihnen viele Pfälzer, ließen sich von den verheißungsvollen Privilegien locken, mit denen die Aus-wanderer angeworben wurden. Nach einigen Jahren entstanden an der Wolga und auf der Halbinsel Krim blühende deutsche Siedlungen, meist nach Konfessionen getrennt. Die meisten bestanden bis zu den stalinistischen Zwangsdeportationen in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, als Deutschstämmige in den Osten, nach Sibirien und Kasachstan umsiedeln mussten. Der Vortrag von Roland Paul behandelt die Geschichte der Einwanderung der Russlanddeutschen – bis zur Rückkehr ins Land ihrer Vorfahren.

 

Der Eintritt kostet 8, ermäßigt 4 Euro.

 

Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.bloch.de und www.kulturrheinneckar.de.