Vortrag "Zwischen den Welten – Flucht und Heimat bei Bloch"

Vortrag im Rahmen der Reihe Forum Philosophie am Ernst-Bloch-Zentrum "Zwischen den Welten – Flucht und Heimat bei Bloch"

Die Volkshochschule (VHS) bietet in Zusammenarbeit mit dem Ernst-Bloch-Zentrum am Donnerstag, 6. Oktober 2016, um 19 Uhr einen Vortrag zum Thema "Zwischen den Welten – Flucht und Heimat bei Bloch" an. Dr. Klaus Kufeld, Gründungsdirektor des Ernst-Bloch-Zentrums, Geschäftsführer der Bloch-Stiftung, Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen, wird im Ernst-Bloch-Zentrum über Flucht und Heimat bei Bloch sprechen. Zuvor besteht um 18 Uhr die Möglichkeit, an einer Führung durch die Dauerausstellung Ernst Bloch teilzunehmen.


Kaum einer wie der große Ludwigshafener Philosoph Ernst Bloch ist durch alle Sphären des 20. Jahrhunderts gegangen, ein wortgewaltiger und historischer Zeuge des „Zeitalters der Extreme“ (Eric J. Hobsbawm) mit zwei Weltkriegen, Genoziden und Revolutionen. Dazu gehören für Bloch auch Flucht und Exil. Ein Geflüchteter, der in den Exilstationen Schweiz, Wien, Paris, Prag und USA, wo sein Hauptwerk „Das Prinzip Hoffnung“ entsteht, allen Widrigkeiten trotzt. Schließlich Leipzig und die schmerzliche Erfahrung des Real-Sozialismus. Doch Bloch gibt seine Ziele, seine Werktreue nie auf, sie kulminieren in der Utopie von Heimat. Dr. Klaus Kufeld wird in seinem jährlichen Bloch-Vortrag diesen dramatischen Lebensweg des Philosophen zum Anlass nehmen, um für das Leben der heutigen Flüchtenden „zwischen den Welten“ und ihre Art Heimat zu finden zu sensibilisieren. Der notwendige Hintergrund für diese Betrachtung ist durchaus die heutige kritische Weltlage.

Dr. Klaus Kufeld wird in seinem jährlichen Bloch-Vortrag diesen dramatischen Lebensweg des Philosophen zum Anlass nehmen, um für das Leben der heutigen Flüchtenden "zwischen den Welten" und ihre Art Heimat zu finden zu sensibilisieren. Der notwendige Hintergrund für diese Betrachtung ist durchaus die heutige kritische Weltlage.

Ernst Bloch ist der wohl berühmteste Sohn der Stadt Ludwigshafen. Ihm zu Ehren hat die Stadt 1997 das Ernst-Bloch-Zentrum gegründet, das seit 2000 in der ehemaligen Direktorenvilla der Walzmühle direkt am Rheinufer zu Hause ist.

Das Ernst-Bloch-Zentrum bietet ein ambitioniertes Kultur- und Bildungsprogramm, z.B. mit „Talk bei Bloch.Live“, „Autoren bei Bloch“, Vorträgen, Tagungen und Ausstellungen. Im Vordergrund stehen zeitkritische und utopische Themen. Das Haus in der imposanten Backsteinvilla mit Blick auf das Mannheimer Schloss präsentiert eine Dauerausstellung zum Leben und Werk Ernst Blochs. Im Bloch-Archiv steht der Nachlass für Studien- und Forschungszwecke zur Verfügung. Das Herzstück der Ausstellung ist das originale Tübinger Arbeitszimmer des 1977 verstorbenen Philosophen. Regelmäßig wird im Ernst-Bloch-Zentrum der Ernst-Bloch-Preis verliehen und „Die Zukunftsrede“ gehalten.

Die Teilnahme am Vortrag ist kostenfrei.

Referent: Dr. phil. Klaus Kufeld, Gründungsdirektor des Ernst-Bloch-Zentrums, Geschäftsführer der Bloch-Stiftung, Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen.

Donnerstag, 6. Oktober 2016, 19.00 Uhr

Zuvor 18.00 Uhr: Öffentliche Führung zur Dauerausstellung Leben und Werk Ernst Blochs
Veranstalterin: Volkshochschule Ludwigshafen
Veranstaltungsort: Ernst-Bloch-Zentrum, Walzmühlstraße 63, Zukunftsforum

Als Ergänzung zum Vortrag zeigt das Ernst-Bloch-Zentrum am darauf folgenden Dienstag, den 11. Oktober 2016 um 19 Uhr in der Reihe Kino&Kritik den Film „An der Seite der Braut“ (I, 2014, 89 min., OmU). Ein Akt des zivilen Ungehorsams, eine politische Aktion und ein bewegender, international ausgezeichneter Dokumentarfilm. „Io sto con la sposa“ („Auf der Seite der Braut“) ist alles in einem. Er zeigt die real durchgeführte Flucht einer als Hochzeitsgesellschaft verkleideten Gruppe syrischer Geflüchteter auf ihrem Weg aus ihrer Heimat, in der sie durch Bürgerkrieg und Diktatur alles verloren haben, in Richtung Schweden.

Dienstag, 11. Oktober 2016, 19.00 Uhr, Ernst-Bloch-Zentrum

Der Eintritt ist frei.

Zur Berichterstattung laden wir Sie herzlichst ins Ernst-Bloch-Zentrum ein.

Presseanfragen beantwortet Daniel Rübel, Kulturmanagement Ernst-Bloch-Zentrum, Telefon 0621 504-2269, E-Mail daniel.ruebel@ludwigshafen.de