Finissage zur Sonderausstellung 100 Jahre Dada

Das Ernst-Bloch-Zentrum, Walzmühlstraße 63, lädt am Donnerstag, 21. Juli 2016, zur Kuratorinnenführung und Finissage der Ausstellung "Can you speak to me in a language I don't understand?"

Das Ernst-Bloch-Zentrum präsentiert die Ausstellung mit Arbeiten von Hugo Ball und Mariechen Danz anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Eröffnung des Cabaret Voltaire in Zürich, der Geburtsstunde der Dada-Bewegung.

In der Ausstellung werden dem historischen Kontext des Autors und Dada-Mitgründers Hugo Ball ausgewählte Arbeiten der zeitgenössischen Berliner Künstlerin und Performerin Mariechen Danz gegenübergestellt. Die Originalhandschriften und Erstdrucke Balls neben den aktuellen Installationen und Videoperformances von Danz verhandeln das fortschrittliche Potential des Dadaismus und vermitteln eigene, neue Perspektiven auf die Fragen nach der Funktion von Sprache, von Sinnzusammenhängen, von tradierten Wissensbeständen und von ganzheitlichen Lernprozessen, die unsere gängige Trennung von Körper und Geist hinterfragen.


Zur Finissage am 21. Juli 2016 führt um 18 Uhr die Kuratorin Julia Katharina Thiemann vom Badischen Kunstverein Karlsruhe durch die Sonderausstellung "Can you speak to me in a language I don't understand?" Hugo Ball und Mariechen Danz. Im Anschluss daran hält um 19 Uhr der Geschäftsführer der Hugo-Ball-Gesellschaft, Dr. Eckhard Faul, einen Vortrag zum Thema "Hugo Ball und die Geburt Dadas vor 100 Jahren". In seinem Vortrag wird Dr. Eckhard Faul die Entstehung der Dada-Bewegung nachzeichnen. Im Februar 1916 eröffnete der Pirmasenser Hugo Ball zusammen mit seiner Lebensgefährtin Emmy Hennings in der Züricher Spiegelgasse eine Künstlerkneipe, die er Cabaret Voltaire nannte. Sie wurde in den folgenden Wochen zum Geburtsort von Dada. Auf das Inferno des Ersten Weltkriegs reagierte Ball mit "eigenem Unfug" und schuf mit seinen Lautgedichten das bekannteste und bedeutendste Werk des Dadaismus, von dem er sich jedoch bereits 1917 wieder abwandte. Dada, das in seiner Radikalität und Antibürgerlichkeit weniger ein Stil als eine Haltung sein wollte, wurde indessen zu einer internationalen Bewegung.

Die Kuratorinnenführung mit Julia Katharina Thiemann kostet 4, ermäßigt 2 Euro. Bei Besuch auch des Vortrags kostet die Teilnahme zusammen 5, ermäßigt 3 Euro.
Der Eintritt zum Vortrag von Dr. Eckhard Faul kostet 5, ermäßigt 3 Euro.

Die Exponate von Hugo Ball sind Leihgaben aus der Hugo Ball-Sammlung Pirmasens. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Wilhelm-Hack-Museum mit freundlicher Unterstützung durch den Kultursommer Rheinland-Pfalz.

Hinweis an die Redaktionen
Presseanfragen beantwortet Julian Volz vom Ernst-Bloch-Zentrum, Telefon 0621 504-3540, E-Mail
julian.volz@ludwigshafen.de.

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