Vortrag und Film zum 130. Geburtstag von Ernst Bloch

Der große Ludwigshafener Philosoph Ernst Bloch war einer der letzten Universalgelehrten seiner Zeit, seine Haltung kämpferisch, streitbar – und jugendlich, selbst bis ins hohe Alter von 92 Jahren. Der Direktor des Ernst-Bloch-Zentrums, Dr. Klaus Kufeld, wird den Philosophen in einem Vortrag am Dienstag, 13. Oktober 2015, um 19 Uhr im Ernst-Bloch-Zentrum von einer besonders interessanten Seite her beleuchten, seinem jungen Denken. Der Vortrag ist eine Veranstaltung der Volkshochschule (VHS) Ludwigshafen. Zuvor wird der Film des SWR "Hoffnung made in Ludwigshafen" gezeigt, in dem der Philosoph anlässlich seines 130. Geburtstags porträtiert wird.
Schon der ganz junge Ernst Bloch beschäftigt sich mit religiösen Dingen, mit Nietzsche und mit der Natur, sein erstes großes, expressionistisches Werk "Geist der Utopie" (1918/23) ist ein Opus magnum, das viele Zeitgenossen wie Adorno oder Walter Benjamin beeinflusst hat. Bloch erweist sich als Denker des Aufbruchs, der den Widrigkeiten zweier Weltkriege und vieler Exilstationen trotzt und sein Denken ganz der belehrbaren Hoffnung der Menschen widmet. Der Referent bezieht dieses Denken auf die heutige, von Krisen erfüllte Zeit und erläutert einige der hochaktuellen Denkansätze Blochs: Was heißt "echte" und "unechte" Zukunft? Was ist konkret an der Utopie? Was heißt Produktivität der Jugend?
Film und Vortrag können jeweils separat besucht werden. Anmeldungen sind per E-Mail an die Adresse anmeldung@bloch.de möglich. Der Eintritt ist frei.