Symposium: "[Ton-]Spurensuche" – Ernst Bloch und die Musik

Schirmherr: Wolfgang Rihm Die Universität Siegen, die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, die Ernst-Bloch-Gesellschaft und das Ernst-Bloch-Zentrum Ludwigshafen veranstalten vom 18. bis zum 20. September 2014 in Ludwigshafen das Symposium "[Ton-]Spurensuche" – Ernst Bloch und die Musik.

Am 18. September um 20 Uhr eröffnet die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz die Tagung in der Friedenskirche, Leuschnerstraße, mit dem Konzert "Die Schönheit der Zahlen 1". Der Veranstaltungsort der philosophischen Panels am 19. und 20. September ist ab 10.30 Uhr beziehungsweise 10 Uhr das Ernst-Bloch-Zentrum, Walzmühlstraße 63. Beendet wird es durch eine öffentliche Probe der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland Pfalz des Stücks "In-Schrift 1" von Wolfgang Rihm in der Ludwigshafener Philharmonie.Geleitet wird das Symposium von Universitäts  Professor Dr. Matthias Henke (Universität Siegen) und von PD Dr. Francesca Vidal (Ernst-Bloch-Gesellschaft), als Schirmherr konnte Wolfgang Rihm gewonnen werden.


Obwohl die Blochsche Musikphilosophie als bedeutend für die gesamte Philosophie des Ludwigshafeners erkannt wurde, blieb ihre wissenschaftliche Erörterung lückenhaft. Die international besetzte Tagung setzt erstmals Impulse zur Belebung der Erforschung der Blochschen Musikphilosophie durch Musik-, Kulturwissenschaft und Philosophie. Die Referentinnen und Re-ferenten zeigen sowohl die Bedeutung der musikphilosophischen Schriften für Ernst Blochs Werk als auch die Bezüge zu kongenialen Philosophen, Musikwissenschaftlern und Komponisten. Sie eröffnet für jeden Interessierten einen spannenden Bereich der Blochschen Philosophie.

Die Philosophie der Musik gehört zum zentralen Bereich der ästhetischen Ausführungen von Ernst Bloch. Die "sprengende Jugend der Musik" zieht sich durch sein ganzes Werk und Bloch erklärt sie zur "utopisch überschreitenden Kunst schlechthin". Sie bietet die Möglichkeit der Selbstbegegnung: Erkenntnis geht den Weg vom Innen nach Außen beim Künstler wie auch beim Rezipienten. Zudem ist sie laut Bloch "gesellschaftlich seismographisch", da sie gesellschaftliche Spannungsverhältnisse reflektiert.

Der am 13. März 1952 in Karlsruhe geborene Schirmherr Wolfgang Rihm zählt zu den wichtigsten und anerkanntesten zeitgenössischen Komponisten. Er ist Träger zahlreicher Preise, zuletzt wurde er von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz für sein Lebenswerk mit dem mit 25.000 Euro dotierten Robert Schumann-Preis für Dichtung und Musik ausgezeichnet.

Das Programm der Tagung und des konzertanten Rahmenpro-gramms sowie weitere Infos finden sich unter www.bloch.de oder www.ludwigshafen.de/ernst-bloch-zentrum.

Es wird keine Tagungsgebühr erhoben. Um Anmeldung mit Name, Institution und Adresse wird gebeten. Anmeldungen wer-den per E-Mail an sofie.sonnenstatter@ludwigshafen.de sowie telefonisch unter der Telefonnummer 0621 504-3540, entgegengenommen.

Programm der Tagung

Donnerstag, 18. September 2014

20 Uhr        

Eröffnungskonzert mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
        Die Schönheit der Zahlen 1
        Werke von Johann Sebastian Bach, Igor
        Strawinsky und Paul Hindemith
        Karl-Heinz Steffens, Dirigent
        Nils Mönkemeyer, Viola
        Hansgünther Heyme, Sprecher
        Ludwigshafen, Friedenskirche

Freitag, 19. September 2014


10.30 Uhr
Registrierung
11 Uhr
Begrüßung durch Dr. Klaus Kufeld, Leiter des Ernst Bloch Zentrum
11.30 Uhr
PD Dr. Francesca Vidal
Die Bedeutung der Musik für die Philosophie von Ernst Bloch
12.30 Uhr
Prof. Dr. Joachim Lucchesi
Traum und Ton
16.30 Uhr
Reinke Schwinning    
Ernst Bloch und das "Ding an sich in der Musik"
17.30 Uhr
Larissa Berger    
Ernst Blochs Aufsatz "Über das mathematische und dialektische Wesen in der Musik"

Samstag, 20. September 2014

10 Uhr       
Prof. Dr. Thomas Kabisch    
Ernst Bloch und August Halm
11 Uhr
Prof. Dr. Matthias Henke    
Die Idee des Surrealistischen bei Ernst Bloch und Ernst Krenek
12 Uhr
Prof. Dr. Friederike Wissmann
Ernst Bloch und Hanns Eisler