William Dieterle Filmpreis

In Würdigung des Ludwigshafener Schauspielers sowie Film- und Theaterregisseurs William Dieterle vergibt die Stadt Ludwigshafen am Rhein seit 1993 den William Dieterle Filmpreis (Hauptpreis und Förderpreis) in dreijährigem Turnus.

Mit dem Hauptpreis sollen Filmemacherinnen und Filmemacher im deutschsprachigen Raum für herausragende cineastische Leistungen in der Beschäftigung mit kulturellen und gesellschaftlichen Fragen ausgezeichnet werden. Der Sonderpreis wird zur Förderung der Verständigung zwischen verschiedenen kulturellen und ethnischen Gruppen vergeben.

William Dieterle Filmpreis 2013

Zeuner, Stanjek

Der letzte William Dieterle Filmpreis wurde an Klaus Stanjek verliehen. Einstimmig votierte die Jury, bestehend aus den Juroren Helga Reidemeister, Dokumentarfilmerin, Dr. Helmut Groschup, Direktor des Internationalen Filmfestivals Innsbruck und Wolfgang Martin Hamdorf, Filmkritiker und Publizist für dessen Film "Klänge des Verschweigens". Der Film zeichnet die Lebensgeschichte des Sängers und Pianisten Wilhelm Heckmann nach, der 1937 wegen seiner bisexuellen Orientierung in die KZs Dachau und später Mauthausen deportiert wurde. Regisseur Klaus Stanjek ist der Neffe Heckmanns und thematisiert nicht nur dessen Rolle als Musiker und KZ-Insasse, sondern vor allem auch die familiäre Aufarbeitung einer verdrängten deutschen Geschichte. 

Mit dem Sonderpreis wurde Katinka Zeuner für ihren Film "Jalda und Anna – Erste Generation danach" ausgezeichnet.