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Schenkungen und Neuerwerbungen

Im Ernst-Bloch-Archiv gibt es eine Vielzahl von Schenkungen und Neuerwerbungen.
Wir danken den Spendern und informieren über die Erwerbungen.

Das Ernst-Bloch-Zentrum dankt Herrn Jürgen Jahn für die Schenkung mehrerer Schriften Ernst Blochs. Besondere Erwähnung verdient die sich über eine Dekade erstreckende Korrespondenz Blochs mit dem Aufbau-Verlag zur Veröffentlichung von „Das Prinzip Hoffnung“. Der Briefwechsel dokumentiert aufschlussreich, welche umfassenden politischen und verlegerischen Abstimmungsprozesse die Produktion und Publikation von Ernst Blochs Hauptwerk begleiteten. Die bedeutende Schenkung ermöglicht eine noch weiter in die Tiefe gehende Erforschung des Entstehungsprozesses und stellt damit eine wichtige Ergänzung der Archivlage des Ernst-Bloch-Zentrums dar, in dem sich bereits der wissenschaftliche Nachlass mit sämtlichen erhaltenen Vorstufen des Manuskripts befindet.
In der umfangreichen Textsammlung finden sich zudem zahlreiche Publikationen Blochs in Zeitungen und Zeitschriften aus rund vier Jahrzehnten, von denen hier nur einige genannt seien, wie beispielsweise Vorabdrucke einzelner Kapitel des Werkes „Spuren“ und englischsprachige Veröffentlichungen aus dem Exil. Weiterhin sind feuilletonistische Schriften zur Philosophie, Literatur, Kultur und Politik enthalten, darunter mehrere Stellungnahmen Ernst Blochs zum Regime der Nationalsozialisten.    schenkung_jahn.jpg 

 

Das Ernst-Bloch-Zentrum bedankt sich bei Herrn Staatssekretär Professor Dr. Joachim Hofmann-Göttig für die Schenkung eines Briefes Ernst Blochs an den Vater des Spenders, Professor Dr. Werner Hofmann.
In diesem Brief bezieht Bloch im Zusammenhang mit Professor Hofmanns Werk „Stalinismus und Antikommunismus“ in prägnanter Form Stellung zu der Stalinschen Kunstpolitik und Georg Lukács’ Haltung dazu. schenkung_hofmann-gttig1.jpgschenkunghofmann-gttig2.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Das Ernst-Bloch-Zentrum hat einen Brief Ernst Blochs erworben, den dieser im amerikanischen Exil an den Architekturkritiker und Philosophen Lewis Mumford schrieb. Bloch bittet in diesem Brief um eine Referenz für die Bollinger Foundation, bei der er eine Förderung für sein Werk „Das Prinzip Hoffnung“ beantragte. Weiterhin findet sich im Anschluss an den Brief eine inhaltliche Übersicht dieses Hauptwerkes von Bloch.
Der Brief verdeutlicht nochmals die Schwierigkeiten, mit denen deutschsprachige Autoren im Exil konfrontiert waren, wenn sie beabsichtigten ein Werk zu veröffentlichen. So wurde auch „Das Prinzip Hoffnung“ erst in den Jahren 1954–59 veröffentlicht, als Bloch bereits aus dem Exil zurückgekehrt war.

brief_lewis_mumford.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Das Ernst-Bloch-Zentrum hat mehrere Briefe aus der privaten Korrespondenz Ernst Blochs an seine erste Ehefrau, die Bildhauerin Else von Stritzky (1883–1921) erworben. Diese Briefe gewähren einen Einblick in Blochs Privatleben, das damals insbesondere geprägt war von der Zuneigung zu seiner Frau, später auch deren schwerer Krankheit und dem Heidelberger Kreis um Max Weber.
Zusammen mit dieser Korrespondenz wurden je eine gedruckte Vermählungsanzeige des Paares aus Riga und aus Heidelberg erworben.  hochzeitsanzeige1.jpg

 

 

 

 

 

Das Ernst-Bloch-Zentrum bedankt sich bei dem Ludwigshafener Stadtarchiv für die Schenkung zahlreicher Zeitungsartikel aus den 1980er Jahren über Karola und Ernst Bloch.
Von besonderem Interesse ist hier eine Ausgabe der Zeitschrift „Tüte“, die ausgewählte Texte und Redebeiträge Karola Blochs zu der Studentenbewegung der 68er und zum Feminismus enthält. schenkung_stadtarchiv_ludwigshafen.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Das Ernst-Bloch-Zentrum dankt Herrn Siegfried Schwab für die Partitur zu „Hommage für William Dieterle“. Diese Suite erfuhr ihre Erstaufführung zur Preisverleihung des William Dieterle Filmpreises am 23. 10. 2009. Der Preis, an dessen Verleihung auch das Ernst-Bloch-Zentrum beteiligt ist, wird seit 1993 im dreijährigen Turnus an deutsche Filmemacher vergeben, die sich in besonderer Weise mit kulturellen und gesellschaftlichen Fragen beschäftigen. Der Namensgeber des Preises, William Dieterle war ein in Ludwigshafen geborener Film- und Theaterregisseur und Schauspieler. In den 1930er Jahren war er einer der Hausregisseure der Warner-Brothers-Filmstudios in Hollywood.
Siegfried Schwab ist Musiker und Komponist aus Ludwigshafen und vor allem bekannt für seine Filmmusiken. partitur_hommage_fr_william_dieterle.jpg 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Das Ernst-Bloch-Zentrum bedankt sich bei Herrn Georg Wiesing-Brandes für die Schenkung mehrerer Briefe aus der privaten Korrespondenz der Schwester Karola Blochs. Karola Bloch selbst findet in diesen Briefen mehrfache Erwähnung.brief_schwester_karola_blochs.jpg

 
 
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