Datenbank konkreter Utopien

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Hier wird noch gearbeitet!
In der Datenbank konkreter Utopien findet man Verknüpfungen mit utopischen Seiten im World Wide Web. Das Thema "Zukunft" hat kurz vor der Jahrtausendwende Konjunktur (zum "Inhalt"). Auf diesen Seiten werden nicht nur interessante Köpfe, Künstler und Initiativen vorgestellt, die an und in utopischen Projekten leben und arbeiten, sondern auch Initiativen, die sich in den unterschiedlichsten Bereichen mit Zukunftsfragen beschäftigen. Obwohl nur wenige Projekte sich ausdrücklich auf Bloch beziehen, tragen doch alle "die Hoffnung auf ein besseres Leben" als einen wesentlichen Kern in sich. Bloch beschäftigte sich in seiner philosophischen Forschung mit eben dieser Hoffnung, die Menschen bewegt, die Welt zu verändern. Bloch wurde damit zu einem Philosophen des "Noch Nicht". Auf den nachfolgenden Seiten präsentieren wir zum einen Seiten, von wir glauben, daß sie zumindest in Teilen das Menschenbild Blochs, das getragen ist von aufrechtem Gang, demokratischen Sozialismus und Naturallianz, repräsentieren. Zum anderen suchen wir Seiten, die sich mit utopischen Szenarien aller Art beschäftigen. Wie stellen wir uns Zukunft vor, wie wird die Welt in 20, 50, 100 oder noch mehr Jahren aussehen? Prägen diese unsere Vorstellungen tatsächlich die zukünftige Entwicklungen wesentlich mit? Alle nachfolgend aufgeführten Inhalte liegen auf externen Servern. Für deren Inhalte zeichen die Redaktionen dieser Seiten selbst verantwortlich. Wir können dafür keine juristische Verantwortung übernehmen.

Mit utopischer Literatur beschäftigt sich aktuell die SOCIETY FOR UTOPIAN STUDIES in Toronto, Canada. Das Colorado College in Colorado Springs bietet dazu eine ausführliche link-Liste zu englischsprachigen Interseiten mit utopischen Inhalten an.
Die Wochenzeitung "Die Zeit" baut an einer "Millenium-Website" und sammelt dort Visionen vom Weltuntergang bis zur gerechten High-Tech-Gesellschaft, von der Ökokatastrophe bis zur Gesellschaft in totaler Harmonie mit der Natur, von der totalen Anarchie bis hin zur Diktatur der Überwachungsstaaten.

Diese Seite bleibt, das liegt in der Natur der Sache, eine "Baustelle" und wird in den nächsten Wochen und Monaten beständig ausgebaut und in ein echtes Datenbankformat überführt. Geplant ist auch in Kürze die Links dieser Seite alternativ zur jetzigen assoziativ gedachten Systematik in Anlehnung an Ernst Blochs Buch "Prinzip Hoffnung" aufzuarbeiten und zu erschließen.

Wir freuen uns stets über Hinweise, Vorschläge und Kritik. Wer selbst an einem utopischen Projekt arbeitet, möchte uns bitte seine URL schicken. Gerne nehmen wir auch Texte, Bilder, Töne und Videos mit in unsere Datenbank auf, falls Sie selbst keine Möglichkeit haben, Ihre Utopien und Projekte im Internet zu präsentieren.

Hier noch ein kurzer rechtlicher Hinweis: Für die Inhalte der Seiten, auf die wir mit Verknüpfungen (links) hinweisen, sind die Autoren dieser Seiten selbst verantwortlich. Jede Haftung bzw. presserechtliche Verantwortung ist ausdrücklich ausgeschlossen.

Zur Technik: Wir arbeiten um der besseren Kompatibilität mit vielen Browsern willen bewußt nicht mit einem Frame-Konzept. Wir empfehlen daher, sich für diese Seite ein Lesezeichen (bookmark) zu setzen, um stets schnell wieder zurückzufinden.

Inhalt
 

Anders Reisen Einkaufs- und Jobalternativen
Anders Lernen Frieden und Zukunft
Fragen der zukünftigen Energieversorgung Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt
Linke Links Technische Utopien und neue Konzepte im Verkehr
Medizin im Wandel Utopische Kunst- und Kulturprojekte
Menschenrechte Utopische Lebensgemeinschaften
Ethical Investment: Geldanlagen mit Verantwortung Utopische Zentren
 Aktiv im Alter Zukunft der Arbeit

Zukunft der Arbeit

Zur Blochwoche 1998 startet der Talheimer Verlag die virtuelle Blochakademie zur Zukunft der Arbeit. Für uns Anlaß und Gelegenheit interessante Internetangebote zu diesem Thema zu präsentieren.
Ein weiteres Diskussionsforum über neue Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt  mit einigen Literaturhinweisen findet sich  auf der Homepage der Initiative "Zukunft der Arbeit" , die von der "Universum Verlagsgesellschaft" in  Zusammenarbeit mit namhaften Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik  ins Leben gerufen wurde. Um dort hin zu gelangen muß man zuerst den Verlag aufrufen und dann die URL http://www.universum.de/univ/zda/index_edition.html eingeben.
Auch in den USA, einem Land, das mittlerweile als das Eldorado für neue Beschäftigungskonzepte gilt, gibt es zahlreiche
Initiativen aus der "New Work"-Bewegung, die sich um eine humane Gestaltung der Arbeitswelt unter den veränderten gesellschaftlichen Bedingungen des ausgehenden 20. Jahrhunderts bemühen. Einen guten Einblick in die wichtigsten Ziele dieser Bewegung findet sich beispielsweise bei "BraveNewWorkWorld" oder bei New Work Network.

Eine wichtige bundesdeutsche Initiative zu diesem Thema findet man unter dem Stichwort "Eigenarbeit". Die Müncher Anstiftung initiert und betreibt mehrere "Häuser der Eigenarbeit". Hier stehen zum Selbstkostenpreis Räume, Meister und Maschinen zur Verfügung. Mit diesem Produktionsmitteln kann man selbst ein Möbelstück bauen, eine Schmuckkollektion entwickeln oder eine sonst nicht rentable Reparatur durchführen. Es gibt Räume für Gruppen und Stadtteilinitiativen und rund um die Häuser der Eigenarbeit natürlich jede Menge Kommunikation bis hin zur wissenschaftlichen Begleitforschung. In Zeiten, in denen angesichts hoher Arbeitslosenzahlen schon vom "Ende der Erwerbsarbeit" die Rede ist  sehen einige   -allen voran der Münchener Soziologe Ulrich Beck- eine echte Alternative in der Einführung der "Bürgerarbeit".  Kerngedanke des Modells ist, daß nicht mehr die unfreiwillige Untätigkeit mehrerer Millionen Menschen mit Milliardenbeträgen gefördert wird, sondern der Ausbau einer engagierten Bürgergesellschaft, die sich um öffentliche Angelegenheiten (wie z.B die Betreuung von Obdachlosen und Asylbewerbern) kümmert;  eine kritische Auseinandersetzung  mit dem Modell der Bürgerarbeit informiert jedoch auch über die Grenzen dieses Ansatzes.
Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) informiert in seinen regelmäßig aktualisierten Schwerpunkten über das Thema Arbeit und Innovation. Darüber hinaus bietet er zu unterschiedlichsten Themen hunderte von Dokumenten zum download an.  

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Aktiv im Alter

Viele (Vor-)Ruheständler und Langzeitarbeitslose zwischen 50 und 65 Jahren, die sogenannten " jungen Alten", haben große Schwierigkeiten beim Übergang in ihr Rentnerdasein. Sie fühlen sich oft isoliert und wissen wenig mit ihrem Leben anzufangen.  Konkrete Hilfe bietet hier z.B. die Initiative von ZWAR, die versucht, diesen oft desillusionierten Menschen wieder neuen Lebensmut zu geben und  sie in ein soziales Netzwerk zu integrieren.
Im Umfeld einiger Volkshochschulen (z.B. in Wiesbaden, Heidelberg und Saarbrücken) gibt es speziell auf die ältere Generation zurechtgeschnittene Weiterbildungs- und Veranstaltungsangebote. Diese sogenannten "Akademien für Ältere"  sind jedoch bislang im Internet nur schwach repräsentiert.
Die Interessengemeinschaft SeniorenNet hat es sich zum Ziel gesetzt, älteren Menschen die Ängste im Umgang mit den neuen Medien, wie PC, Multimedia und Internet zu nehmen und gleichzeitig Impulse zu setzen, diese neuen Medien gerade im Alter aktiv und kreativ zu nutzen.Ein Internet-Treffpunkt für Menschen des dritten Lebensalters ist auch das schweizerische Seniorweb.

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Menschenrechte

In seinem Buch "Naturrecht und menschliche Würde" beschäftigt sich Ernst Bloch mit den elementaren Rechten des Menschen. Seine Frau Karola Bloch engagierte sich in der Gefangenenhilfe und war Fürsprecherin eines menschenwürdigeren Strafvollzugs. Einen interessanten Einblick in den Gefängnisalltag und umfangreiche Informationen  über Alternativen zum Strafvollzug  bietet das von Gefangenen selbst gestaltete Diskussionsforum "Knast-online".
Weitere wichtige Organisationen zum Thema "Menschenrechte" sind Amnesty International, Pro Asyl, Reporter ohne Grenzen, APC - Internationales Netzwerk für Frieden, Soziales und Menschenrechte  und die Asyldokumentationsstelle ZDWF. Über aktuelle Projekte  informiert auch der (deutschsprachige) Human Rights Server. Infos über Kampagnen zum Schutz von Kindern in Krisenregionen dieser Welt finden sich auch speziell bei der Organisation terre des hommes.
Wer mehr über Entwicklungspolitik und Förderprogramme für die Dritte Welt erfahren will, findet bei Entwicklungspolitik-Online eine Fülle von Informationen und Anregungen.

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Linke Links

Eine Vielzahl "linke links" bei Wissenschaft plus Politik und zwar dort speziell on the left side of the net, und bei NADIR.
Im künstlerischen Grenzbereich zwischen Dada und kreativer Anarchie ist die Kommunikationsguerilla angesiedelt.

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Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt

Das Internet ist als internationales, grenzüberschreitendes Medium selbst schon eine sehr konkrete Utopie. Kritische Auseinandersetzung mit der Computerkommunikation ist dennoch nötig!
Viele Verlage, Rundfunk- und Fernsehsender nutzen das Netz für eigene Ausgaben. Die Homepage von Franc Wagner ist eine Goldgrube für deutschsprachige Medien im Internet! 

Eine Interessenvertretung für konfessionslose Menschen mit freigeistiger, agnostischer, humanistischer oder atheistischer Weltanschauung ist der Bund für Geistesfreiheit.

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Utopische Lebensgemeinschaften:

Die internationale Stiftung GAIA-Trust  mit Sitz in Nordjütland, Dänemark Zukunftsinitiativen Homepages zur Verfügung. Man gelangt von hier aus zu 20 Ökodörfern weltweit von Rußland bis Argentinien. Z.B. findet man hier Findhorn in Schottland, den Lebensgarten Steyerberg bei Hannover, das Zentrum für Humanökologie in Tamera, Portugal, das Zentrum für experimentelle Gesellschaftsgestaltung ZEGG in Belzig bei Berlin, Crystal Waters ein Ökodorf bei Maleny in Queensland Australien, und andere Projekte, die im Global Eco Village Network GEN organisiert sind.
Sólheimar auf Island wurde 1930 in der Nähe von Reykjavik gegründet: Hier leben 100 Menschen, davon 40 Behinderte, zusammen in einer kreativen Dorfgemeinschaft. Speziell für Indiana, USA, gibt es Organic Indiana: Dort entdeckten wir zum ersten Mal die Suchmaschine Agri Surf.
Menschen, die an alternativen Lebensgemeinschaften interessiert sind oder bereits in einer solchen leben, vernetzt "The Garden". Stöbern Sie in der Datenbank "The Garden Connector" und finden Sie Menschen, die sich für kommunitäre Lebensformen interessieren. 

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Fragen der zukünftigen Energieversorgung:

Eine zentrale Frage für das zukünftige Überleben der wachsenden Weltbevölkerung ist die Energie. Unsere Energieseite präsentiert Initiativen und Projekte rund um die Nutzung erneuerbarer Energien.  Gerade im Bereich der Wind und Sonnenenergienutzung hat sich in den letzten Jahren viel getan.
1994 veranstaltete das freie Kunstbüro Concept Nouveau zusammen mit dem Wladiwostok e.V. eine "Rollende Zukunftswerkstatt von Dänemark nach Italien" bei der neben zahlreichen Initiativen oben angeführter Art auch Projekte im Bereich alternativer Energieversorgung, sozialer Wohnungsbau, Selbsthilfe und Beschäftigung besucht wurden.
Über konkrete Energiesparideen wie beispielsweise sparsame Haushaltsgeräte informiert der Bundesverband der Energieverbraucher.

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Einkaufs- und Jobalternativen

Dem "Wandel durch Handel" fühlt sich das Münchner Unternehmen Altop verbunden, das seit 1988 das alternative Branchenbuch herausgibt. Hier finden Sie z.B. den eco-finder. Eine Suchmaschine mit über 18.000 Links zu alternativen Internetangeboten und insgesamt über 30.000 Einträgen. Besonders interessant: Der aktuelle Messen- und Ausstellungsführer zu allen wichtigen Veranstaltungen im Umfeld alternativer Wirtschaftsweise: Von der Abfallwirtschaft bis zur Zukunftstechnologie. Bioprodukte im englischsprachigen Raum findet man bei Organic Networks.  Bambus ist ein vielseitiges Material: Man kann ihn (es) essen, Musikinstrumente, Möbel oder ganze Häuser daraus bauen. Wichtigster Ansprechpartner in Deutschland ist die Baumschule Eberts in Baden Baden. Zahlreiche Internationale Links zum Thema Bambus und schöne Bilder findet man bei The Bamboo World.
Der weiter oben angeführte Server "The Garden" empfiehlt sich auch für eine Datenbank alternativer Unternehmen, Tauschringe und Initiativen für regionale zinslose Währungen.

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Medizin im Wandel

Eine ausgezeichnete Datenbank für alternative Medizin bietet der Berliner Datadiwan an. Wir sprachen mit der Müncher Zahnärztin Susanne Berthold über ganzheitliche Zahnmedizin und bekamen von einem engagierten Besucher dieser Seiten einen Hinweis auf sein Angebot zu alternativer Krebstherapie.  Mit der Integration von traditionellen Behandlungspraktiken aus anderen Kulturkreisen, mit Ethnobotanik u. -pharmakologie und anderen interessanten Themen beschäftigt sich das Internetangebot der Arbeitsgemeinschaft für Ethnomedizin an der Uni München.

Eine umfangreiche Linkliste zum Thema Alternativmedizin bieten auch alle einschlägigen Internetverzeichnisse z.B. www.bellnet.com.

Gleichzeitig ist auch in der HighTech Medizin einiges in Bewegung. Die Rastatter Maquet AG bietet bereits heute einen Roboter an, der erfolgreich bei Kreuzbandriß-Operationen eingesetzt wird. Das Projekt trägt den Namen CASPAR, was für Computer Assisted Surgical Planning and Robotics steht. Der Vorteil für den Patienten liegt im exakten Fräsen der Bohrkanäle im Schienbein- und Oberschenkelknochen mit einer Genauigkeit von einem Zehntel Millimeter, die auch die sicherste Chirurgenhand nicht erreicht.

Beim Institut für Lasertechnik in der Medizin und Meßtechnik, kurz ILM in Ulm wurde in Zusammenarbeit mit der Biberacher KaVo GmbH & Co. ein Laser für Zahnärzte entwickelt, der ebenfalls bereits serienreif ist. In der zweiten Generation wird der Laserstrahl statt über Spiegelgelenke durch eine flexible Faser direkt zur Behandlungsstelle geleitet. Der Patient profitiert, so die Firma, von einer "schonenden, effektiven und schmerzreduzierten Zahnbehandlung". Ebenfalls wurde beim  ILM in Ulm ein lasergestützter Kariesdetektor entwickelt, der es erstmal zu vertretbaren Preisen erlaubt Karies nicht nur an der Oberfläche von Zähnen, sondern auch unterhalb von gesundem Schmelz zu erkennen.

Überhaupt gewinnt der Lasers in der Medizin gewinnt zunehmend an Bedeutung. Seine speziellen Eigenschaften können zur berührungslosen, selektiven und spezifischen Wirkung auf Weich- und Hartgewebe speziell für minimal invasive Therapieformen eingesetzt werden. Neue therapeutischer Methoden entstanden wie z.B. die photodynamischen Lasertherapie, die Hart- und
Weichgewebsbearbeitung in der Dermatologie, die lasergestützte Chirurgie am Mittelohr und in der Augenheilkunde. Krebskranken kann mit laserinduzierter Thermotherapie bei bestimmten Tumoren und Metastasen geholfen werden. In der medizinischen
Diagnostik werden Fluoreszenztechniken, Laser-Doppler-Messungen, Streulichtanalysen bis hin zu interferometrischen Verfahren zur optischen Tomographie genutzt. Verfahren die schon jetzt in der "on-line Diagnostik" eingesetzt werden.

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Utopische Kunst- und Kulturprojekte

„Die Kunst ist der Statthalter der Utopien“ - die Worte des zeitkritischen Philosophen Walter Benjamin standen von Beginn an hinter den „Duisburger Akzenten“, lesen Sie mehr über ein richtungsweisendes Festival in einer Industriemetropole!
Multimedia für Obdachlose war ein Anliegen von ORTungen. Das Projekt fand zeitgleich zur Ausstellung "Skulptur. Projekte in Münster 1997" statt und hat seine Spuren im Internet hinterlassen. Nicht nur an Wänden und Fassaden, sondern auch im Internet tummelt sich die Graffiti-Szene und eine sie begleitende Graffiti-Forschung.
Die Utopie einer demokratischen und mit der Natur versöhnten Gesellschaft pflegt der Heidelberger Politik- und Plakatkünstler Klaus Staeck.

Bürgernahe utopische Kunstprojekte im Bereich Public Art, also Kunst im öffentlichen Raum, oft auch unter Mitwirkung von Arbeitern und Angestellten sowie Musik Konkrete (Musique Konkrete) findet man bei Concept Nouveau.

Der Fachbereich Informationswissenschaft arbeitet seit einigen Jahren an einem multimedialen virtuellen Museum zur Völklinger Eisenhütte, dem ersten Industriedenkmal, das Aufnahme in der Weltkulturerbeliste der UNESCO fand. Einen ähnlichen Ansatz wie die UNESCO, nämlich besondere Orte für die Gemeinschaft aller Menschen zu schützen und zu bewahren, verfolgen mehrere private Initiativen, die sich zum "The Sacred Earth Network" zusammengeschlossen haben. Hier engangiert man sich vorallem in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion.
Eine internationale Museumsdatenbank bietet u.a. der Server World Wide Art Resources. In Europa gibt es diesen Service bei Europolis.  Aus der Theatergruppe "The Illuminated Elephants Travelling Gypsy Company" entstand das Öko- und Künstlerdorf Huehuecoyotl in Mexico. Über den bisherigen Leidensweg des "Künstlerdorfes Langenzell" im "Kleinen Odenwald" informiert der Artikel "Kunst, Karate und Computer": Eine Bürgerinitiative wehrt sich gegen fürstliches Mobbing.
Alle Soziokulturellen Zentren dieser Republik erreicht man über die Seiten der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren in Nord-Rhein-Westfalen

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Anders Lernen

Die PHÄNOMENTA bietet eigenes Welterleben mit allen Sinnen. Erstaunliche naturwissenschaftliche und technische Phänomene werden unmittelbar erfahren. Besucher erforschen die Zusammenhänge von Wellen und Schwingungen. Sie rätseln um die Form der schnellsten Rollbahn, erfahren den Einfluß der Form auf die Stabilität von Brücken.
Sie lassen elektrische Entladungen durch die Fingerspitzen zucken, erleben Düfte und schmecken Kräuter. Schwerelosigkeit wird ebenso empfunden wie der Drehimpuls, der die PHÄNOMENTA ist mehr Werkstatt als Museum. Aus dem Staunen über Unerwartetes entwickelt sich Forscherdrang. Ihm gibt die PHÄNOMENTA Raum. Der Besucher lernt den eigenen Erfahrungen zu vertrauen: Naturwissenschaft und Technik offenbaren ihre Geheimnisse.

Die Aktion mündige Schule (AmS) will mit ihrem Verfassungsentwurf, der von 37.000 Bürgerinnen und Bürgern unterstützt wird, erreichen, daß sich die Schulen in Schleswig-Holstein flexibel und lebendig weiterentwickeln können. Deshalb sollen sie größere pädagogische und organisatorische Selbständigkeit bekommen.
"Die Schulen müssen ein Ort lebendiger Erfahrung und menschlicher Begegnung sein, damit sie ihrem Bildungsauftrag gerecht werden können", sagte der Sprecher der Volksinitiative Henning Kullak-Ublick aus Flensburg gegenüber der Presse.
Deshalb müsse Zentralismus und Bürokratie im Schulwesen zurückgedrängt werden. "Befreit die Schulen vom staatlichen Gängelband - bewahrt die Schulen vom privaten Kommerz", fasst Kullak-Ublick das Ziel der Volksinitiative zusammen.

Eine interessante Alternative zum im allgemeinen eher praxis- und naturfernen Unterricht  ist das schweizerische Projekt "Schule auf dem Bauernhof", bei dem die Kinder und Jugendlichen vor Ort einen anderen, verantwortungsvolleren Umgang mit ihrer Umwelt lernen sollen. 

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Anders Reisen

Als die Naturfreunde 1895 gegründet wurden, war Reisen noch den oberen Schichten vorbehalten. Für Kinder und Jugendliche war Reisen oft ein unerfüllbarer Traum. Heute gehören sie zu den reiselustigsten Menschen unter der Sonne.  Die Naturfreunde bieten bezahlbare Reisen ins In- und Ausland an, die den Grundsätzen des Sanften Tourismus verpflichtet sind. Daher gibt es bei der Naturfreundejugend nur selten Flugreisen, aber umso häufiger Wanderungen, Radtouren, Segeltörns und anderes mehr.
In ihrer Satzung und in ihren Richtlinien bekennen sich die Naturfreunde und die Naturfreundejugend zur Demokratie und zum Sozialismus. Das, was Sozialismus für die Naturfreunde bedeutet, hat sich im Laufe der Verbandsgeschichte immer wieder verändert. Unverändert im Mittelpunkt stehen jedoch weiterhin die Kernpunkte Gerechtigkeit und Solidarität, die Forderungen nach einem menschenwürdiges Leben und Arbeiten für alle Menschen und das Engagement für eine umweltgerechte und sozialverträgliche Produktions- und Wirtschaftsweise. Einfach mal bei der Naturfreundejugend vorbeischauen: Informieren lohnt sich!
Hinter Lernidee-Reisen in Berlin verbirgt sich ein Reisebüro, das sich auf preiswerte Bahnreisen in Afrika, China, Mongolei und Rußland spezialisiert hat und das dem Gedanken des sanften Tourismus nahesteht. Das "Öko Test Magazin" 3/98 würdigte besonders das Programm "Fernreisen per Bahn und Schiff" als "beispielhaft": Es zeigt, daß es auch ohne Flüge geht!

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Technische Utopien und neue Konzepte im Verkehr:

Die Renaissance der Luftschiffe... betreibt die Cargolifter AG. Zunächst soll mit Fracht- und Kranluftschiffen der Verkehr zu Land und in der Luft ökologisch entlastet werden, zu einem späteren Zeitpunkt soll es auch wieder Reisen mit dem Luftschiff geben!
Die "Nederlandse Vereniging voor Human Powered Vehicles" (NVHPV) zeigt auf ihrer homepage (leider nur in holländisch) neben neuen und ungewöhnlichen Fahrradkonzepten auch Ideen und Lösungen für innovative Boote und Flugzeuge, die nur von Menschenkraft angetrieben werden. Hier gibt es eine Ideen und Produktebörse und einen Hinweis auf die jährlich stattfindende "Cycle Vision" umfaßt eine Messe mit Neuigkeiten und Gebrauchtbasar sowie mehrere Rennen!

Die Akademische Solartechnikgruppe Darmstadt e.V. (AKASOL) hat sich das Ziel gesetzt, Möglichkeiten zur Nutzung regenerativer Energien aufzuzeigen und den Stand der Technik auf diesem Gebiet voranzutreiben. Der Schwerpunkt lag in der Vergangenheit bei der Entwicklung von Solar- und Elektrofahrzeugen.Weitere Arbeitsfelder sind heute auch stationäre Solaranlagen und alle anderen Möglichkeiten zur Nutzung regenerativer Energien. Das aktuelle Projekt ist ein voll alltagstaugliches Elektroauto: die AKABINE; weitere Seiten zu Solarfahrzeugen auf der linkpage der AKASOL!
Am 7. Juli 1996 haben Studenten, Mitarbeiter und Professoren der Fakultät für Luft- und Raumfahrttechnik der Univ. Stuttgart mit dem Solargleiter "icaré" den Berblinger Wettbewerb der Stadt Ulm gewonnen: Mehr über solares Fliegen dort! Ebenfalls an der Uni Stuttgart entstand das Solarluftschiff "Lotte", das ausschließlich über photovoltaisch versorgte Elektromotoren angetrieben wird. Auch die NASA arbeitet an solaren und von Menschen angetriebenen Flugmaschinen: Daedalus fliegt z.B. mit Pedalbetrieb, das Solarflugzeug Pathfinder schaffte es bereits 1995 ferngesteuert abzuheben und wird bereits zu wissenschaftlichen Messungen eingesetzt.

Wer allerdings bislang noch auf dem Boden der Tatsachen kurzfristig weiterkommen will, klicke sich in die Seiten der Carsharing Organisationen ein. Teilauto spart Geld, Energie und eine Menge anderer wertvoller Ressourcen!

Die Zeitschrift VERKEHRSZEICHEN. Heft 4/1999 befasst sich mit aktuellen Entwicklungen im Mobilitätsmanagement, stellt neue Projekte vor und berichtet über aktuelle Mobilitätsdienstleistungen in der Schweiz ("Mobil-Pakete"; PubliCar). Weitere Beiträge behandeln die Themen Mobilitätserziehung, Kundenbeteiligung im ÖPNV und Regionalbahnen. Sie können sich unter
http://www.das-verkehrsbuero.de über das jeweils neue Heft informieren.

In der "Galerie der Visionen" der Gelsenkirchener Firma Z-Punkt GmbH geht es zu einer Zeitreise in die Geschichte der Zukunft. Die Stationen sind Bilder der Zukunft, wie sie vor 150, 100 oder 50 Jahren als magische Verheißung durch die Vorstellung der Zeitgenossen geisterte. Es gibt "Abstecher in Sackgassen des Erfindertums", "Visionen, die auch uns Heutigen noch traumhaft erscheinen" und die "Einsicht, daß manche technische Neuerung eigentlich ein alter Hut" sind.  

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Frieden und Zukunft

Wissenswertes zum Thema Abrüstung, Gewaltfreiheit und Menschenrechte findet sich auf der Homepage der Vereinigten KriegsdienstgegnerInnen. Besonders zu empfehlen sind hier "Norberts Bookmarks für engagierte Leute" mit  über 15000 (!) Links zu den Themen Frieden,  soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte.
Ziel des Schülerprojektes "Eine Welt voller Krieg" ist es, mit einer Konfliktliste eine Übersicht über die alten und neuen Krisenherde der Welt zu geben und damit aktiv gegen das Vergessen anzugehen. Hier erfährt man einiges über die Ursachen und die Folgen der Konflikte, aber auch über mögliche Lösungsansätze.
Bei Z-Punkt gibt es erste Informationen zu einem Europäischen Museum für Frieden, das im Jahr 2000 in Österreich im Friedenszentrum Burg Schlaining seine Pforten öffnen wird. Eine weitere wichtige Anlaufstelle in Sachen Zukunft ist in Österreich die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen in Salzburg, in der über 8000 Titel zu Zukunftsfragen verwaltet werden . Von Robert Jungk stammt der Satz "Nur wer die heute schon vorhandene Überfülle rettender Ideen ignoriert, kann behaupten,daß diese Epoche ohne den Versuch geistig zu reagieren, einem Abgrund entgegenstürzt." (Weitere Zugänge zu dem Erfinder der Zukunftswerkstätten beim Robert-Jungk-Forum, das beim Gesundheitsladen Berlin beheimatet ist). Sehr zu empfehlen ist auch das Netzwerk Zukunft in dem sich mehrere Institute und Personen der aus der Zukunftsforschung zusammengeschlossen haben.

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Anders mit Geld umgehen

Ethical Investment boomt: Immer mehr Anlegern ist es wichtig, was mit ihrem Ersparten passiert. Sie wollen die Gewissheit, daß Ihre Rücklagen für sie und nicht gegen sie arbeiten. In Ihren Anlagekonzepten bieten ethische Investmentfonds, Versicherungen und lternative Banken bereits ein breites Spektrum an Investitionsmöglichkeiten. Gleichzeitig finden Alternativprojekte bei diesen Einrichtungen manchmal eher Gehör als bei konventionellen Kreditinstituten.

Eine der ältesten Einrichtungen dieser Art in der Bundesrepublik ist die "Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken (GLS)" . Filialen gibt es bereits in Bochum, Hamburg, und Stuttgart. Hier werden interessante Projekte im Bereich ökologischer Hausbau, Ausbildung, Gewerbe und vor allem Biolandbau mit zinsgünstigem oder sogar zinsfreien Geld ausgestattet.

Die Umwelt schützen, für Frieden und soziale Gerechtigkeit eintreten, Verantwortung für die Zukunft unserer Welt übernehmen - das sind die Ziele der Ökobank e.G. Sie bestimmen die Geschäftspolitik seit Gründung der Bank im Jahr 1988. Bisher gibt es zwei Filialen in Frankfurt und Freiburg. Hauptsächlich arbeitet die Bank jedoch als überregionale Direktbank. In ihrem Förderbereich finanziert die Ökobank ökologische und kooperative Wirtschaftsweisen. Mit günstigen Krediten unterstützt sie Betriebe und Projekte, die sich für eine lebenswerte und soziale Umwelt engagieren. Um diese günstigen Kredite anbieten zu können, bedarf es der Bereitschaft der Anlegerinnen, auf Maximal-Zinsen zugunsten der Förder-Projekte zu verzichten. Für alle, die möchten, daß ihr Geld in einem bestimmten Bereich sinnvoll eingesetzt wird, bietet die Ökobank Förderfonds-Sparbriefe unter den Schwerpunkten Ökologie, Emanzipation und Soziales Engagement.

Eher konservativ präsentiert sich das Anlagekonzept der Nürnberger UmweltBank. Hier überwacht ein "UmweltRat" als Expertengremium die ökologische Ausrichtung der Bank. Ihm gehören unter anderem Heinrich von Lersner an, der frühere Präsident des Umweltbundesamtes, Reinhard Loske vom Wuppertal-Institut, der bayerische CSU-Politiker Josef Göppel sowie der SPD-Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer, Präsident der EUROSOLAR-Initiative in Bonn. Der UmweltRat definiert die  Kriterien für die Förderung und Finanzierung von Umweltprojekten. Die UmweltBank finanziert z.B. regenerative Energieerzeugung, umweltschonende Verkehrsmittel und umweltfreundliches Bauen.
Investitionen in Atomenergie, Braun- und Steinkohlekraftwerke sowie Produktion und Handel von Waffen und Militärgütern sind ausdrücklich ausgeschlossen.

Das Internet bietet mit oeko-invest.de bereits eine eigene Zeitschrift für Ökoinvestment. Hier gibt es neben Fonds und Anlagetips jede Menge Hintergrundinformationen zum Thema im deutschsprachigen Raum. Hier findet man unter dem Seitentitel "Grüne Pflanzen im Kapitaldschungel"  einen lesenswerten Beitrag zum Ökobanking. Ebenfalls informativ ist der Artikel "Ethisch-ökologische Kreditinstitute" eine entsprechende Internetveröffentlichung der Verbraucherzentralen, in der auch vor unlauteren Angeboten gewarnt wird. Ebenfalls werden dort einige ethischen oder ökologischen Investmentfonds genannt: Untersuchungen haben gezeigt, daß die Rendite-Risiko-Struktur bei ethischen oder ökologischen Investmentfonds nicht schlechter sein muß als bei ganz gewöhnlichen Investmentfonds.  

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Utopische Zentren

Das Internationale SolarCenter (ISC) in Berlin ist ein multifunktionales Kommunikations-, Informations- und
Beratungszentrum, Schnittstelle für solare Forschung, Entwicklung und Anwendung. Darüber hinaus ist es Beratungs-, Dienstleistungs- und Besucherzentrum sowie Anlaufpunkt für solare Initiativen. Bürger aller Altersgruppen und sozialer Schichten sollen mit einem breiten Spektrum von Angeboten zum Erleben und Erlernen ökologischen Verhaltens angezogen werden. Das ISC entsteht derzeit am Stralauer Platz, der Schnittstelle zwischen dem Ostteil und dem Westteil der Stadt, direkt gegenüber dem Hauptbahnhof.
Eine Plattform  für visionäre Gedanken in den Bereichen Politik, Wissenschaft, Natur und Kultur ist das schweizerische Projekt zur Förderung von Innovation und Kreativität. Ziel dieses Projektes ist es, ein Netzwerk von Menschen mit weiterführenden Ideen aufzubauen und damit die Möglichkeit zur gemeinsamen Entwicklung konkreter Utopien zu bieten.   zurück zu "Inhalt"  

Architektur

Architektur ist gebaute Zukunft. Keine Kunstform konfrontiert so massiv und dauerhaft die Bevölkerung mit ihrer Ästhetik, wie die Baukunst. Architektur ist Kunst im Öffentlichen Raum und damit immer auch Ausdruck für das aktuelle Zeitgefühl. Uns interessiert daher hier in erster Linie Architektur, die erfrischend anders ist, die über die reine Zweckhaftigkeit hinauswächst und die versucht festgefahrene Bau- und Wahrnehmungsstrukturen aufzubrechen und neue Räume zu schaffen.

In der aktuellen theoretischen Architekturdebatte kommt nun nach dem Intermezzo der Postmodernen die modernisierte Moderne ins Gespräch. An Bezeichnungen herrscht kein Mangel. Man nennt es Supermoderne (Augé), Hypermoderne (Ibelings) oder eben "Zweite
Moderne". Unter diesen Begriff vereinigen sich so unterschiedliche Theoretiker wie Heinrich Klotz, Werner Hofmann, Ulrich Beck und Anthony Giddens. In der Ausgabe Nr. 143 von Arch+ beschäftigen sich Nikolaus Kuhnert und Angelika Schnell in einem editorial mit dem Buch von Heinrich Klotz "Moderne, Postmoderne, Zweite Moderne". Interessant ist hier der Wechsel in der Planungskultur, die sich in den 80er Jahren um die Büros von Norman Foster und Richard Rogers in England entwickelt hat und die sich stetig zu verbreiten beginnt. "Diese Planungskultur ist eine mediale Kultur. Sie betont die konzeptuelle Skizze, aber beschränkt sich nicht darauf, sondern verwendet, wenn nötig, das gesamte Arsenal an neuen Medien – vom Comicstrip bis zur Computersimulation. Auffällig ist ihr retorischer Charakter. Texte, Zeichnungen, Fotos, Filme, alles steht unter dem Primat der Rhetorik. Rhetorisch ist der Vortrag des Arguments, die Offenheit für Gegenargumente, das Gespür für Widerstände und die Fähigkeit, aus der schwächeren Position die stärkere zu machen."
Damit wird erstmals Folgenabschätzung stärker in den Planungsprozeß integriert. Der Planungsprozeß ist nicht mehr linear konzipiert sondern wird dialogisch "in einem Prozeß mehrfacher Rückkopplungen über, mit einem Wort: er wird reflexiv". Möglich wird dieser Prozeß auch durch die zunehmende Verbreitung von Computer gestütztem Design: Änderungen lassen sich schneller und leichter in den Planungsprozeß integrieren und visualisieren. Architektur als Kommunikationsprozeß verstanden, führt zu Bauten, die selbst in einen kommunikativen Prozeß treten.

Ein gutes Beispiel für diese neue Art kommunikativen Bauens ist das jüdische Museum in Berlin von Daniel Libeskind. Das Gebäude erinnert in seiner Form an einen Blitzschlag oder eine Bruchkante, einen Riß. Dieser Riß hat Spuren hinterlassen und hat, das ist vielleicht das Leitthema dieses Gebäudes, mögliche Entwicklungen verhindert. Durch die systematische Vernichtung der jüdischen Bevölkerung entstand wurde die gleichzeitig die Möglichkeit der Entstehung von jüdischer Geschichte und Kultur empfindlich unterbrochen. Dieses Fehlen von Möglichkeit wird in Libeskinds Bau zu Leerräumen und damit zum Lehrraum. Architektur schafft hier nicht Hülle im Sinne von Behältnis für Exponate sondern wird selbst zum Objekt mit deutlicher Aussage. Eine Aussage, die durch die Lichtführung des Gebäudes noch unterstrichen wird: Hier wird nicht diffus und gleichmäßig beleuchtet, sondern scharf in Hell und Dunkel unterteilt. Einige der Leerräume sind zwar einsehbar, aber nicht betretbar. Das Fehlen jüdischen Lebens nach dem Holokaust bleibt eine Wunde, die zwar vernarbt, aber nicht wirklich heilen wird.

Der architektonischen Aufgabenstellungen sind vielfältig. Nur wenige Architekten haben die Chance sich in der Königsdisziplin des Museumsbaus zu versuchen. Nicht wenige verdienen ihr Geld mit dem klassischen Einfamilienhaus, mit Mietshäusern, Gewerbebau oder Gebäuden, die dem kurzen Verweilen dienen, wie Hotels, Restaurants, Cafés und Gaststätten.

Ein besonders unerfreuliches Kapitel in der jüngeren Baugeschichte waren Autobahnraststätten. Die österreichische WIGAST AG mit Sitz Wien beauftragte 1989 den Maler Friedensreich Hunderwasser mit der Umgestaltung des Autobahnrasthauses Bad Fischau. Hundertwasser hatte schon zuvor mit seinem Hundertwasser-Haus Wien für Aufsehen gesorgt. In der Tat scheinen sich Autobahnraststätten und Gewerbegebiete gleichermaßen als neue Experimentierfelder anzubieten. Man versuchte deshalb auch in Deutschland beim Bau der Kunstraststätte Illertal Ost  gestalterisch neue Wege zu gehen. Schöpfer der Anlage ist der Grazer Künstler und Architekt Herbert Maierhofer, der, offensichtlich gleichermaßen von Hundertwasser und Gaudi inspiriert, ein witziges Konglomerat aus Farbe, Form und Kitsch geschaffen hat, das von den Automobilisten überraschend gut angenommen wurde. Hier geht es zu den Bildern!

Das Haus als Keimzelle des Lebens, als eigenständige und interaktiv mit der Umwelt agierende Einheit ist das Thema des Helitrop. Der Prototyp dieses Hauses, das von Architekt Rolf Disch entworfen wurde steht in Freiburg, ein weiteres Gebäude dieses Typs wurde im badischen Offenburg von dem Armaturenhersteller Hansgrohe gebaut.
Das Freiburger Heliotrop ist ein Turmhaus, das um einen Erschließungskern drehbar gebaut ist. Die Wohnräume und die Sonnenkollektoren auf dem Dach werden dem Sonnenstand zur optimalen Belichtung und Sonnenenergie-Nutzung nachgeführt. Die zylindrische mehrgeschossige Form erlaubt eine maximale Raumausnutzung bei gleichzeitig minimaler Gebäudeoberfläche und gleichzeitig minimalem Grundstücksverbrauch. Im Freiburger Helitrop wird mit der photovoltaisch erzeugten elektrischen Energie Wasserstoffgas erzeugt, das zum Kochen und als Energiespeicher dient. Über Brennstoffzellen kann die zur Herstellung des Gases eingesetzte elektrische Energie zum einem guten Teil wieder zurückgewonnen werden.
Bei der Offenburger Variante wird nur die Photovoltaik der Sonne nachgeführt. Auf dem Dach des Turms wachsen Pflanzen. Hier wird auch Regenwasser aufgefangen um es für die Toilettenspülung zu verwenden. Das Warmwasser für Küche und Bad fließt zunächst durch die Rohre der Balkonbrüstungen des Turms.  Hier wird es bei Sonnenschein vorgeheizt.
Disch neuester Streich: preisgünstige "Övolutionshäuser", die Rolf Disch zusammen mit dem Fraunhofer - Institut für Bauphysik und dem Fertighaushersteller WeberHaus konzipiert hat. Ökologisches Bauen, moderne Architektur und neueste technische Standards wurden miteinander verbunden.

Ein weiteres wichtiges Solararchitektur-Team finden wir in einem ehemaligen Tübinger Gewächshaus. Die Gruppe LogID um den Architekten Dieter Schempp entwickelt hier ästhetisch reizvolle Solarhäuser in beinahe jeder Größe für beinahe jeden Zweck.

Not-for-Profit Organisationen

Der Kommunikation und Information für Not-for-Profit Organisationen dient der Server gaia.de. Mehr zur Philosophie der Vernetzung und Nachhaltigkeit dort!

Weitere Projekte werden folgen. Wenn Sie Vorschläge, Kritik und/oder Anregungen haben, senden Sie uns bitte eine eMail!